Hypotheken 2021: Wie sind die Aussichten?

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17.12.2020 | 2 Minuten

Seit Jahren halten sich die Hypothekarzinsen schon auf niedrigem Niveau. Ist es damit bald vorbei? Und wie gross ist das Risiko einer platzenden Immobilienblase? Die Experten sind sich einig: 2021 steht insgesamt unter einem guten Stern – wenn man die richtige Strategie wählt.

Diese drei Entwicklungen sind 2021 zu erwarten

Trend 1: Keine Zinsänderungen in Sicht

Damit die Zinsen am Hypothekenmarkt deutlich steigen, müsste in den nächsten Jahren eine Zinserhöhung der Nationalbank absehbar sein. Aber die tiefste Rezession seit Jahrzehnten lässt ein solches Szenario auf Jahre hinaus als unwahrscheinlich erscheinen. Prognose: Die Hypothekarzinsen bleiben, zumindest im kommenden Jahr, auf tiefem Niveau.

Trend 2: Relativiertes Risiko einer Immobilienblase

Tatsächlich ist das Risiko einer Immobilienblase aktuell etwas erhöht. So zeigt es der UBS Real Estate Bubble Index, der das Risiko einer Immobilienblase auf dem Schweizer Eigenheimmarkt misst. Dieser trat im dritten Quartal 2020 in die sogenannte Blasenrisikozone ein. Diese Entwicklung in Richtung Blase führen die Analysten jedoch zu einem grossen Teil auf Covid-19 zurück. Und sie gehen davon aus, dass das Risiko gesamtschweizerisch mit der 2021 erwarteten wirtschaftlichen Erholung wieder sinkt.

Trend 3: Standortgebundene Kosten sinken

Positive Tendenzen zeigen sich auch bei den standortgebundenen Kosten. Darunter wird die Summe aus laufenden Kosten eines Eigenheims, der Steuerbelastung für Einkommen und Vermögen sowie den Krankenkassenprämien verstanden. Diese sind 2020 um rund ein Prozent gesunken – trotz steigender Kaufpreise in rund drei Vierteln aller Schweizer Gemeinden.

Blick durch die Terrassentür in ein Wohn-Esszimmer.
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Hypothekenwahl 2021: Festhypothek oder Geldmarkthypothek?

Wer 2021 eine neue Hypothek aufnehmen oder eine auslaufende erneuern will, hat grundsätzlich die Wahl zwischen einer Festhypothek, einer Geldmarkthypothek oder einem Mix aus beiden. Beim Entscheid sollte man allerdings nicht nur die Zinserwartungen im Auge haben, sondern sich auch die Frage stellen, wie man bezüglich der folgenden drei Risiken aufgestellt ist:

Zinsrisiko

Hier lautet die strategische Frage: Gehört man zu den sicherheits- oder zu den kostenorientierten Hypothekarnehmern? Wer bei seiner Hypothek auf Sicherheit setzt, wird eher einen festen Zins wählen. In den vergangenen 20 Jahren bedeutete mehr Sicherheit allerdings stets auch höhere Kosten. Kostenorientierte Hypothekarnehmer werden wahrscheinlich auch in absehbarer Zeit mit Geldmarkthypotheken günstiger fahren. Dabei sollten sie sich allerdings sicher sein, einen Zinsanstieg auch im Falle von Einkommenseinbussen tragen zu können. Im Zweifelsfall macht eine Festhypothek somit durchaus Sinn, die Mehrkosten dürften auch 2021 tief bleiben.

Bindungsrisiko

Muss eine Hypothek vorzeitig zurückgezahlt werden, weil das Eigenheim aufgrund der Lebensumstände verkauft werden muss, kann das teuer werden. Generell gilt: Je tiefer die Zinsen zum Zeitpunkt der Vertragsauflösung sind, desto höher sind die Ausstiegskosten. Und aktuell sind die Zinsen tief. Somit spielt es bei der Wahl der Laufzeit einer Festhypothek eine entscheidende Rolle, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, die Hypothek vorzeitig zurückzahlen zu müssen.

Refinanzierungsrisiko

Für diejenigen, die ihre gesamte Finanzierung mit einer Festhypothek halten und dadurch an einem bestimmten Zeitpunkt erneuern müssen, besteht das Risiko, dass aufgrund der Zinssituation höhere Kosten auf sie zukommen. Für diesen Fall kann man sich absichern, indem die langfristigen Hypotheken zeitlich gestreut werden. Zum Beispiel durch eine Kombination aus einer Hypothek mit 7-jähriger und einer weiteren mit 10-jähriger Laufzeit – preislich sind beide nahezu identisch. Man profitiert so von einem deutlich niedrigeren Refinanzierungsrisiko.

key4 bietet den grossen Vorteil, dass Sie für jede Tranche den günstigsten Anbieter wählen und so bis zu drei Tranchen beliebig kombinieren können. Mit wenigen Angaben erhalten Sie hier sofort unverbindliche Angebote verschiedener Schweizer Anbieter. Finden Sie die Offerte attraktiv, besteht die Möglichkeit mit einem Berater einen Termin zu vereinbaren. Dieser unterstützt Sie bei den nächsten Schritten und findet zusammen mit Ihnen das passende und attraktivste Angebot – persönlich auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten.

Eine Frau steht an einem Tisch und macht Eingaben auf ihrem Tablet.
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SARON-Hypotheken im 2021

Bei den Geldmarkthypotheken löst der SARON den Libor als Referenzzinsatz für deren Berechnung per Ende 2021 definitiv ab. SARON steht für «Swiss Average Rate Overnight» und wird auf Basis von abgeschlossenen Transaktionen im Schweizer Geldmarkt berechnet. Entwickelt wurde er in Zusammenarbeit der SIX Group AG und der Schweizerischen Nationalbank. Der SARON ist öffentlich einsehbar, transparent und wird von der SIX täglich nach Handelsschluss berechnet und publiziert. Für Hypothekarkunden, die das Geschehen am Geld- und Kapitalmarkt verfolgen und kurzfristige Zinsanstiege finanziell tragen können, ist die key4 SARON-Hypothek empfehlenswert. Sie bietet den Vorteil, dass sie über keine fixe Vertragslaufzeit verfügt. Eine Absicherung gegen steigende Zinsen ist insofern möglich, als jederzeit in eine mehrjährige Festhypothek gewechselt werden kann. Mehr Informationen zu SARON-Hypothek finden Sie hier.


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