Der Traum vom Eigenheim: die 5 wichtigsten Fragen & Antworten

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17.12.2020 | 2 Minuten

Der Kauf einer Immobilie – ob nun Einfamilienhaus oder Eigentumswohnung – ist ein Projekt, das mit vielen Entscheidungen und hohen Investitionen verbunden ist. Bei so vielen offenen Fragen kann einem rasch der Mut zu diesem Schritt verlassen. In diesem Artikel haben wir deshalb als erste Orientierung die häufigsten respektive wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

1. Mieten oder kaufen?

Bewohner einer Mietwohnung wissen, dass grössere Veränderungen in den eigenen vier Wänden nur bedingt möglich sind beziehungsweise immer die Genehmigung des Vermieters erforderlich machen. Natürlich sind das Anbringen eines Wandregals und das Streichen des Wohnzimmers in einer anderen Farbe möglich, aber die Wohnung darf in ihrer Grundstruktur nicht verändert werden. Ausserdem müssen alle vorgenommenen Veränderungen wie Wandfarben, Dübellöcher oder eingebaute Katzentüren beim Auszug wieder rückgängig gemacht werden.

Als Besitzer sieht es dagegen völlig anders aus: Man hat unter Einhaltung der baulichen Bestimmungen – sowie bei einer Eigentumswohnung des Reglements der Stockwerkeigentümergemeinschaft – freie Hand, nach eigenen Wünschen zu gestalten. Des Weiteren besteht eine lange Planungssicherheit, denn niemand kann das Wohnverhältnis so einfach kündigen.

Die Vorteile im Überblick

  • Hohe Lebensqualität – es fühlt sich einfach gut an, im eigenen Haus zu leben
  • Gute Vorsorge im Alter
  • Mögliche Steuervorteile
  • Wohneigentum als Geldanlage (mögliche Wertsteigerung je nach Lage & Objekt)
  • Profitieren von tiefen Hypothekarzinsen

Neben den oben beschriebenen Unterschieden in der Lebensqualität und in der Gestaltung bringt das Wohnen in einer eigenen Immobilie oder in einer gemieteten Unterkunft natürlich auch andere Voraussetzungen mit sich, was die laufenden Kosten angeht.

Und auch hier könnte man der Vermutung verfallen, dass die durchschnittlichen Kosten eines Eigenheims deutlich höher seien als die Mietkosten eines vergleichbaren Objekts. Jedoch ist es durch den derzeit tiefen Zinssatz in der Regel genau umgekehrt: Die monatlichen Belastungen sind bei Immobilienbesitzern im Schnitt geringer als jene von Mietern. Aber:
Der Trend dreht sich zurzeit – gerade in exklusiven Lagen. Das Mieten von Häusern und Wohnungen wird zunehmend günstiger im Vergleich zu den steigenden Preisen für Wohneigentum.

Blick auf Zürich und die Limmat aus der Vogelperspektive.
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2. Haus oder Wohnung kaufen?

Ein Haus verfügt in der Regel über mehr Grundfläche und mehr Stockwerke als eine Eigentumswohnung – also muss es doch auch teurer in der Anschaffung sein. Oder nicht? Der Kaufpreis von Eigentumswohnungen ist in den vergangenen Jahren so stark gestiegen, dass Einfamilienhäuser heutzutage pro Quadratmeter gerechnet günstiger sind. Demnach hängt die Gesamtinvestition hauptsächlich von der Wohnfläche des jeweiligen Objekts ab. Eigentumswohnungen sind summa summarum nur günstiger, wenn sie über weniger Quadratmeter verfügen als ein Haus.

Letztendlich ist die Entscheidung, ob ein Haus oder eine Wohnung gekauft werden soll, nicht mehr in erster Linie vom Budget abhängig, sondern vor allen Dingen von der Vorliebe des Käufers. Gerade für zukünftige Eigentümer, die sich im urbanen Umfeld wohler fühlen als im ländlichen oder vorstädtischen, kommt eher eine Eigentumswohnung in Frage.

3. Bauen oder kaufen?

Viele träumen davon, ein eigenes Haus zu bauen, statt eines zu kaufen. Die Vorstellung von Grund auf alles selbst nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten zu können, macht den Traum vom Hausbau aus. Aber die Wahl zwischen kaufen und bauen haben heute nur noch wenige. Bauland in der Schweiz, besonders in Zentrumslagen, ist knapp und teuer. Die Vorstellung vom ganz eigenen Wohntraum muss man trotzdem nicht begraben: Denn auch wer «nur» kauft, kann mitgestalten und mitbestimmen. Mit einem Kauf ab Plan oder einem Umbau lässt sich das Haus oder die Wohnung an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

4. Was kann ich mir leisten?

Viele potenzielle Käufer beginnen ihren Traum vom Eigenheim, indem sie sich auf Immobilienportalen, Websites oder Aushängen bei Maklern über ausgeschriebene Objekte informieren. Nicht selten ergibt sich daraus schon ein erster Favorit. Bei einer ersten Berechnung eines ungefähren Hypothekarzinses scheint der Hauskauf zum Greifen nah – denn schliesslich fällt der so ausgerechnete Zins tiefer aus als die aktuell anfallende Miete. Nicht selten erfolgt das böse Erwachen dann, wenn man sich konkreter mit der Rechnung auseinandersetzt und merkt, dass das Jahreseinkommen zu niedrig oder das Eigenkapital zu gering ist.

Um Enttäuschungen zu vermeiden, sollte die Frage also nicht lauten «Kann ich mir mein Traumhaus leisten?», sondern im Vorfeld sollte abgeklärt werden: «Was kann ich mir maximal leisten?» Dies lässt sich ganz einfach im key4 Kaufpreisrechner abfragen.

Als Faustregel gilt:

  • Die gewünschte Immobilie sollte nicht mehr als fünfmal so viel kosten wie das jährliche Bruttoeinkommen.
  • Der Interessent sollte über frei verfügbare Eigenmittel verfügen, die mindestens 20 Prozent des Immobilienwerts betragen. Davon darf nur die Hälfte aus der Pensionskasse bezogen werden. Die restlichen 80 Prozent können mittels einer Hypothek finanziert werden.

Hier ein Überblick, woraus sich die Eigenmittel zusammensetzen könnten:

  • Eigenes Vermögen: Erspartes auf Konten, Bargeld, Wertschriften
  • Vorsorgegelder: Vorbezug aus der 2. Säule oder Säule 3a
  • Unterstützung der Familie: Schenkungen, Erbvorbezug, Darlehen

Tragbarkeit berechnen

Ein weiteres Indiz bei der Bestimmung, ob ein Objekt finanzierbar ist oder nicht, ist die sogenannte Tragbarkeit. Diese gibt das Verhältnis zwischen den Kosten für die Immobilie und dem eigenen Einkommen an. Die Kosten setzen sich in erster Linie aus den Hypothekarzinsen, den Amortisationszahlungen und den Unterhalts- und Nebenkosten zusammen.

Je höher die Kosten sind und je kleiner das Einkommen ist, desto grösser ist die Belastung des eigenen Jahreseinkommens, damit die Finanzierung des Eigenheims gedeckt wird. Dieser Wert wird häufig in Prozent angegeben und sollte daher möglichst niedrig sein. Mehr Informationen zur Tragbarkeit finden Sie hier.

Ein Mann und eine Frau betrachten konzentriert Unterlagen, die der Mann in den Händen hält. Im Hintergrund sind Regale einer Küche zu sehen.
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5. Welche Hypothek von welchem Anbieter?

Nicht nur Banken, sondern auch Versicherungen und Pensionskassen bieten heutzutage Hypotheken an – teilweise sogar online. Dieser steigende Wettbewerb und die Angebotsvielfalt bringen sicherlich positive Effekte für Interessenten mit sich. Andererseits kann man als Kunde durch die vielen Ansprechpartner und unterschiedlichen Offerten bald den Überblick verlieren. Bei key4 ist es möglich, mit einem Klick unterschiedliche Angebote von unterschiedlichen Anbietern einzuholen. Das schafft Transparenz und die telefonische Kundenberatung hilft dabei, sich für die persönlich passende Offerte zu entscheiden. Folgende Punkte sind dabei ausschlaggebend.

Hypothekarmodelle

Festhypothek oder SARON-Hypothek – hier die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Hypothekarmodellen.
Festhypothek:

  • Die charakteristischsten Merkmale sind Planbarkeit und Sicherheit. Denn der Zinssatz bleibt über die fixierte Laufzeit gleich. Gerade wenn die Zinsen in dieser Zeit steigen, kommt es dem Kreditnehmer zugute.
  • SARON: Die SARON-Hypothek hat einen variablen Zinssatz und verfügt über eine unbefristete Laufzeit. Das bedeutet: Der Zinssatz orientiert sich am SARON (Swiss Average Rate Overnight). Dieser wird auf Basis von abgeschlossenen Transaktionen im Schweizer Geldmarkt berechnet. Die key4 SARON-Hypothek ist vor allem für Personen geeignet, die das Geschehen am Geld- und Kapitalmarkt verfolgen und kurzfristige Zinsanstiege finanziell tragen können.

Aufteilung der Hypothek

Es besteht die Möglichkeit, eine Hypothek auf mehrere Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufzuteilen. Dadurch minimiert der Kreditnehmer das Zinsrisiko. Denn so muss unter Umständen nicht die komplette Hypothek bei höherem Zinsniveau erneuert werden, sondern nur eine Tranche. Bei key4 können sogar Tranchen von unterschiedlichen Anbietern kombiniert werden, so kann man von besonders günstigen Konditionen profitieren.

Laufzeit der Hypothek

Die Laufzeit einer Festhypothek beträgt in der Regel bis zu zehn Jahren, bei key4 sind Festhypotheken bis zu 15 Jahren möglich. Üblich ist es, dass der Zinssatz für den Kreditnehmer mit zunehmender Laufzeit steigt. Denn er zahlt praktisch eine Sicherheitsmarge für die ihm zugesicherte Zinssatzgarantie mit.

Fazit: den Traum vom Eigenheim erfüllen

Auch wenn die vielen offenen Fragen zum Eigenheimkauf auf den ersten Blick abschreckend wirken können – es lohnt sich in jedem Fall, sich mit diesen auseinanderzusetzen. Schliesslich kann man nicht nur von den finanziellen Vorteilen eines eigenen Hauses oder einer eigenen Wohnung profitieren, sondern man lebt mit dem guten Gefühl, ein sicheres Zuhause zu haben, das man nach den eigenen Wünschen gestalten kann.

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