Kosten sparen mit der passenden Dämmung | key4.ch

Kann mit einer Hausdämmungen Energie und Kosten gespart werden?

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23.05.2022 | 3 Minuten

Bei Häusern, welche eine Sanierung benötigen, ist der Verlust an Wärme und somit an Energie häufig ein grosses Thema. Wenn die Gebäudehülle, mitsamt dem Dach oder der Kellerdecke eines Gebäudes nicht richtig isoliert sind, strömt warme Luft viel einfacher nach draussen. Dadurch müssen die Innenräume vermehrt beheizt werden, was insgesamt zu einem höheren Energieverbrauch führt. Eine geeignete energetische Sanierung kann einen positiven Beitrag zur Energieeffizienz der Liegenschaft leisten. Doch wie sieht es mit dem finanziellen Aspekt aus? Viele kritische Stimmen glauben nicht daran, dass sich diese Investition rechnet. Wir gehen dieser Frage deshalb auf den Grund: Lassen sich mit der passenden Dämmung neben Energie auch Kosten einsparen?

Behauptung: Mit der richtigen Dämmung eines Hauses lässt sich nicht nur Energie, sondern auch Geld sparen. 

Um die Wärmeabgabe bei Häusern möglichst gering zu halten, werden die Gebäude mit verschiedensten Isolierungen ausgestattet. Bei sanierungsbedürftigen Gebäuden stellt sich die Frage, ob bei der Fassaden-, Dach- oder Kellerdämmung angesetzt werden sollen oder ob sich primär neue Fenster lohnen. Diese Entscheidung hängt jedoch stets vom jeweiligen Zustand der einzelnen Bauteile ab. Es lohnt sich also, diese genauer unter die Lupe zu nehmen und ihren Zustand zu evaluieren. Dazu ist es wichtig zu verstehen, welche Gebäudeteile wie gedämmt werden können. Folgend werden diese kurz erklärt und aufgezeigt mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Fassadendämmung – sie weist das grösste Energie- und Kosteneinsparpotenzial auf

Über die Fassade kann bei einer schlechten Isolation bis zu 30 Prozent der gesamten Wärme eines Gebäudes nach aussen gelangen. Die Fassadendämmung verfügt damit über das grösste Energieeinsparungspotenzial . Auch finanziell können am meisten Ausgaben gespart werden: Rund 20 Prozent der Heizkosten fallen mit einer guten Fassadendämmung jährlich weg. Um die Dämmleistung der Wände zu erhöhen, wird meist die Aussenfassade mit einem geeigneten Isoliermaterial versehen. Stoffe, welche hierzu in Frage kommen sind beispielsweise Holz, Steinwolle aber auch die besonders nachhaltige Alternative Hanf – je nach Präferenz und Budget der Eigenheimbesitzerinnen und Eigenheimbesitzer. Alles in allem muss bei einer Fassaden-Dämmung mit mindestens 70 Franken pro Quadratmeter gerechnet werden.

Dachdämmung – sie verhindert bis zu einem Viertel des Kälte- und Wärmeverlustes

Ein schlecht isoliertes Dach ist für etwa 20 Prozent des gesamten Wärme- und Kälteverlusts einer Liegenschaft verantwortlich, was fast einem Viertel entspricht. Bei einer effizienten Dachdämmung können pro Jahr bis zu 15 Prozent der jährlichen Heizkosten eingespart werden. Mit einer Dachdämmung für eine bessere Isolation zu sorgen lohnt sich somit aus energetischer und finanzieller Sicht. Bezüglich Material und Kosten kommt es bei der Dachsanierung auf die Art des Daches an: Ein Flachdach wird anders gedämmt als beispielsweise ein Giebeldach. Auch bei der Auswahl der Baustoffe gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Dämmstoffe organischer Art, wie beispielsweise Hanf oder Holzfasern, sind natürlich umweltfreundlicher. Bei einem begrenzteren Budget eignen sich aber auch künstliche Stoffe wie Polyurethan oder Styropor. Die Kosten belaufen sich auf mindestens 150 Franken pro Quadratmeter.

Kellerdämmung – weshalb diese Dämmart die tiefste Priorität hat

Der Wärmeverlust ist Keller mit 11 Prozent nur etwa halb so hoch wie bei der Fassade und dem Dach (beide ca. 20 Prozent) Prozent. Dennoch lassen sich auch hier Einsparungen machen, welche nicht nur das Klima, sondern auch den Geldbeutel schonen. Diese machen etwa 8 Prozent der gesamten Heizkosten aus. Bei der Dämmung des Kellers kommen oft mineralische Stoffe, wie Stein- oder Glaswolle bzw. synthetische Materialien zum Einsatz. Die Preise für eine Keller-Dämmung starten bei etwa 90 Franken pro Quadratmeter.

Fenster – Glasfläche und Rahmen beeinflussen die Dämmung

Zum gesamten Wärme- und Kälteverlust einer Immobilie können auch die Fenster einen negativen Beitrag leisten: Bis zu 12 Prozent des gesamten Verlustes werden auf sie zurückgeführt. Einerseits spielt die Grösse der Fensterfläche eine Rolle, aber vielmehr noch das verbaute Glas und die Materialien der Fensterrahmen. Moderne Fenster sind meist dreifachverglast. Allein für die Materialkosten müssen Sie bei neuen Fenstern mit mindestens 500 Franken pro Fenster rechnen. Mit neuen Fenstern lassen sich im Endeffekt bis zu 8 Prozent der Heizkosten einsparen.
Wenn Sie selbst herausfinden wollen, wie viel Sparpotenzial im Energieverbrauch Ihres Eigenheimes liegt, empfehlen wir Ihnen den Energierechner von Houzy. In vier einfachen Schritten erfahren Sie, welche Massnahmen Ihnen empfohlen werden und erhalten ein unverbindliches Angebot.

Fazit: Wahr – aber nicht sofort. 

Lohnt sich eine Dämmung nun finanziell? Ja, eine energetische Sanierung lohnt sich auch aus der Kostenperspektive. Aber nicht gleich im ersten Jahr. Entscheidet man sich für eine Dämmung der Fassade, des Daches, des Kellers oder für neue Fenster, sollte man sich bewusst sein, dass zwar jährlich Heizkosten gespart werden können, die Investition zu Beginn jedoch eher hoch ist. Bei einem Einfamilienhaus von etwa 150 Quadratmetern, kann allein eine Fassadendämmung bereits zwischen 20’000 und 30’000 Franken kosten. Die Sanierungsmassnahmen amortisieren sich deshalb nicht in kürzester Zeit. Wer diese Aufwände für sein Eigenheim jedoch auf sich nimmt, profitiert in der Zukunft und spart nicht nur Energie, sondern auch Heizungskosten. Im besten Fall ist die Dämmung so gut, dass als nächste Massnahme eine Heizung mit geringerer Leistung eingebaut werden kann, welche zum einen weniger Kosten und zum anderen einen geringeren CO2-Ausstoss produziert.
Beachten Sie ebenfalls, dass Sie neben tieferen Strom- und Unterhaltskosten potentiell auch von Steuerersparnissen profitieren und Ihr Kanton Sie bei Ihren nachhaltigen Sanierungsmassnahmen teilweise mit Fördergeldern unterstützt.


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